Neue Dauerausstellung für das Emslandmuseum

Neue Dauerausstellung für das Emslandmuseum

Von Machurius bis zu den Beat Kings

Lingen. Unübersehbar schreiten derzeit am Alten Pferdemarkt die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Emslandmuseums voran. Doch dies wird nicht die einzige Baustelle im Museum bleiben. Auch die Dauerausstellung im Altbau des Museums kann jetzt völlig neugestaltet werden. Möglich wird dies durch einen Zuschuss des Landes Niedersachsen in Höhe von 40.000 Euro, den Landtagsabgeordneter Christian Fühner jetzt dem Museumsvorstand zusagte.

1993 wurde die jetzige Ausstellung zur Geschichte des Emslandes und der Stadt Lingen eingerichtet. Seitdem ist die Sammlung stetig gewachsen, neue historische Erkenntnisse kamen hinzu und auch die Interessenschwerpunkte der Besucher haben sich in drei Jahrzehnten deutlich verschoben. Von der Präsentationstechnik einmal ganz abgesehen.

Ausstellungsdesiger Thomas Schaper aus Rotterdam, ein gebürtiger Laxtener, hat in enger Abstimmung mit dem Museumsteam eine Neuinszenierung der Dauerausstellung entworfen. Leitgedanken waren dabei die Fokussierung auf zentrale Themen, der Einsatz von Medien, eine neue optische Gestaltung der Präsentation sowie eine veränderte Wegeführung, die zukünftig im Neubau des Museums beginnt.

Schapers Entwürfe haben nicht nur den Vorstand des Emslandmuseums überzeugt, sondern auch die Experten im Wissenschaftsministerium in Hannover. Dort wurde das Lingener Museum unter einer Vielzahl von Bewerbern aus ganz Niedersachsen für eine Förderung ausgewählt. Das berichtete Landtagsabgeordneter Christian Fühner jetzt bei einem Museumsbesuch mit dem Museumsvorstand sowie Vertretern von Landkreis Emsland und Stadt Lingen.

Zentral Themen bleiben das Mittelalter und die Festung Lingen, der Wandel des Emslandes von einer Agrarlandschaft zu einer Industrieregion, das Eisenbahnwerk Lingen, die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Geschichte und das Schicksal der jüdischen Gemeinde. Neu hinzu kommt die Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg. Schwerpunkte werden hier die Integration der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die zweite Industrialisierung ab 1950. Auch die Alltags- und Freizeitkultur der vergangenen Jahrzehnte bildet einen neuen Aspekt. Die Ausstellung wir zukünftig durch eine Vielzahl von Medien unterstützt. Der Thronschatz der Kivelinge und weitere besonders wertvolle Exponate werden zukünftig in einer eigenen Schatzkammer präsentiert.

Museumsvereinsvorsitzender Willi Brundiers dankte Fühner sowie den Vertretern von Landkreis, Herrn Dr. Scheid, und der Stadt Lingen, Frau Monika Schwegmann, für die Unterstützung bei dem geplanten Ausstellungsumbau. Irene Vehring als Vorsitzende des Lingener Kulturausschusses verwies darauf, dass sich mit der Auswahl des Emslandmuseums für die Landesförderung die Stadt Lingen erneut als leistungsfähiger Kulturstandort überregional profiliert habe.

Quelle: Emslandmuseum

Foto: Richard Heskamp