Fühner: „Aufgabe der Politik ist es auch Gruppen ‚mit kleiner Lobby‘ zu unterstützen“

Fühner: „Aufgabe der Politik ist es auch Gruppen ‚mit kleiner Lobby‘ zu unterstützen“

Lingen. Zu einem Gespräch beim SKM traf sich am Montag der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Fühner mit Vertretern der Anlaufstellen für Straffällige aus Niedersachsen. Begleitet wurde er dabei vom rechtspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Christian Calderone. Am Gespräch nahmen außerdem der Geschäftsführer des SKM Lingen Hermann-Josef-Schmeinck sowie Henning Voß aus Braunschweig und Kai Kupka aus Oldenburg teil, die eigens für den Termin angereist waren.

SKM – das steht für „Schutz bieten, Kraft geben, Mensch sein“. Unter diesem Leitbild setzen sich neben dem Verein aus Lingen weitere 13 Vereine in privater Trägerschaft in Niedersachsen ein, um straffällig gewordenen Menschen bei Problemen, die sich typischerweise aus einer strafrechtlichen Verurteilung ergeben, zu helfen. Das reicht von der Wohnungssuche über die Hilfe bei Bewerbungen bis zur Schlichtung innerfamiliärer Konflikte.

Wie wichtig diese Arbeit ist, betonte Henning Voß, Leiter der Anlaufstelle für Straffällige Cura e.V. in Braunschweig: „Unsere Arbeit, die Arbeit mit den Tätern ist der beste Opferschutz.“ Dem stimmten Fühner und Calderone zu. „Wir wollen den sogenannten ‚Drehtürvollzug‘ vermeiden. Durch die Unterstützung Straffälliger können Arbeitsplatzverlust und der Bruch familiärer Beziehungen abgewendet werden. Die Abwärtsspirale, die einer Verurteilung folgen kann, wird aufgehalten und umgelenkt.“, so Fühner. Dabei entlasteten die privaten Vereine das Land enorm.

Zum jetzigen Zeitpunkt steht die Finanzierung der Vereine allerdings auf Messers Schneide. „Wir wollen unsere Leistung nicht ausweiten oder damit Geld verdienen, wir wollen nur das, was momentan geleistet wird, erhalten.“, so Schmeinck. Dem stimmte Kai Kupka, Vertreter der Straffälligenhilfe der Diakonie im Oldenburger Land, zu. Die finanzielle Situation müsse endlich gesichert werden, sodass wieder die fachliche Diskussion im Mittelpunkt stehen könne.

Die beiden Landes-Politiker waren sich einig, dass eine Lösung gefunden werden muss, sodass die Arbeit der Vereine gesichert ist. Aufgabe der Politik sei es auch Gruppen ohne oder mit kleiner Lobby in der Bevölkerung zu unterstützen, so Fühner abschließend.

 

 

Quelle: Team Fühner

Autor: Team Fühner (RH)